Annoyed (post in German)
Jul. 30th, 2004 01:35 amJetzt bin ich aber echt sauer ueber den SPIEGEL. War ja mal eine meiner beliebtesten Zeitschriften, aber die Qualität der beiden Artikel zum Thema Fahrenheit 9/11 und Moore, die ich gerade gelesen habe, ist mMn echt schlecht, demagogisch und manipulativ geschrieben. Naja,
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,310662,00.html
Bush, so lautet inzwischen nicht mehr nur Moores These, ist vor vier Jahren unrechtmäßig an die Macht gekommen und hat diese sträflich missbraucht.
Jo, das denken viele, und nicht WEGEN Moore, liebe Leute.
Ein Kassenknüller dürfte ihm auch in Deutschland sicher sein, immerhin ist die Schar der Moore-Jünger hier zu Lande dank jahrzehntelang schwelender Antiamerikanismus-Tendenzen besonders groß.
Forscher haben in Untersuchungen festgestellt, das die Deutschen keineswegs antiamerikanischer geworden sind, aber sie sind mehrheitlich anti-Bush. Und das ist wohl verständlich, nach dem, wie mit Europa und Deutschland umgegangen wurde, als unsere Regierungen nicht nach seiner Pfeife tanzen wollten.
Und im zweiten Artikel, naemlich beim Faktencheck:
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,310795,00.html
Am Ende des Films bleibt man mit einem flauen Gefühl zurück. Was hat man gelernt? Dass die Bush-Regierung den Irak-Krieg mit fingierten Gründen und aus ganz anderen Interessen anfing, ist bekannt. Dass George W. Bush ein Cowboy mit einer Ranch in Texas ist, ebenfalls. Dass eine solche Regierung eigentlich nie wieder gewählt werden darf, ist vielen durch die Enthüllungen der letzten Monate klar geworden. Michael Moore hingegen beweist nur, dass man die falschen Mittel für eine richtige Sache einsetzen kann.
Also nachdem der Kritiker muehsam 5 Punkte fand, wo die Bilderzusammenstellung manipulativ war (die Fakten an sich konnte er mMn nicht wirklich ankratzen, und hat das auch indirekt zugegeben), gibt er zu, dass der Film all das enthält, was man eh schon weiss (na, dann kann er ja nicht so sehr zusammengelogen sein, hm?). Wir werden sehen, ob der Film etwas bewirkt - Fakt für mich ist, dass es ohne Leute wie Moore, die egoistisch, halsstarrig und bissig genug sind, unter den in den USA aktuell herrschenden Bedingungen schon sehr lange gegen die Regierung zu arbeiten, schlechter aussehen würde. Ich kann nur hoffen, dass Kerry gewinnt, sonst seh ich erstmal schwarz für weitere USA-Urlaube - ich habe naemlich keine Lust, nochmal in ein phobisches Bush-USA einzureisen...
Also, wenn schon Moore-Kritik, dann besser auf diesem Level - zumindest sieht die Seite auf den ersten Blick gut recherchiert aus. Vielleicht sollten die Spiegelredakteure besser gleich kopieren, statt einen demagogischen Schmus zu schreiben.
http://liberalismus.at/moore.html
Werd mich das mal durchlesen beizeiten... Gute Nacht.
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,310662,00.html
Bush, so lautet inzwischen nicht mehr nur Moores These, ist vor vier Jahren unrechtmäßig an die Macht gekommen und hat diese sträflich missbraucht.
Jo, das denken viele, und nicht WEGEN Moore, liebe Leute.
Ein Kassenknüller dürfte ihm auch in Deutschland sicher sein, immerhin ist die Schar der Moore-Jünger hier zu Lande dank jahrzehntelang schwelender Antiamerikanismus-Tendenzen besonders groß.
Forscher haben in Untersuchungen festgestellt, das die Deutschen keineswegs antiamerikanischer geworden sind, aber sie sind mehrheitlich anti-Bush. Und das ist wohl verständlich, nach dem, wie mit Europa und Deutschland umgegangen wurde, als unsere Regierungen nicht nach seiner Pfeife tanzen wollten.
Und im zweiten Artikel, naemlich beim Faktencheck:
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,310795,00.html
Am Ende des Films bleibt man mit einem flauen Gefühl zurück. Was hat man gelernt? Dass die Bush-Regierung den Irak-Krieg mit fingierten Gründen und aus ganz anderen Interessen anfing, ist bekannt. Dass George W. Bush ein Cowboy mit einer Ranch in Texas ist, ebenfalls. Dass eine solche Regierung eigentlich nie wieder gewählt werden darf, ist vielen durch die Enthüllungen der letzten Monate klar geworden. Michael Moore hingegen beweist nur, dass man die falschen Mittel für eine richtige Sache einsetzen kann.
Also nachdem der Kritiker muehsam 5 Punkte fand, wo die Bilderzusammenstellung manipulativ war (die Fakten an sich konnte er mMn nicht wirklich ankratzen, und hat das auch indirekt zugegeben), gibt er zu, dass der Film all das enthält, was man eh schon weiss (na, dann kann er ja nicht so sehr zusammengelogen sein, hm?). Wir werden sehen, ob der Film etwas bewirkt - Fakt für mich ist, dass es ohne Leute wie Moore, die egoistisch, halsstarrig und bissig genug sind, unter den in den USA aktuell herrschenden Bedingungen schon sehr lange gegen die Regierung zu arbeiten, schlechter aussehen würde. Ich kann nur hoffen, dass Kerry gewinnt, sonst seh ich erstmal schwarz für weitere USA-Urlaube - ich habe naemlich keine Lust, nochmal in ein phobisches Bush-USA einzureisen...
Also, wenn schon Moore-Kritik, dann besser auf diesem Level - zumindest sieht die Seite auf den ersten Blick gut recherchiert aus. Vielleicht sollten die Spiegelredakteure besser gleich kopieren, statt einen demagogischen Schmus zu schreiben.
http://liberalismus.at/moore.html
Werd mich das mal durchlesen beizeiten... Gute Nacht.
(no subject)
Date: 2004-07-30 08:01 am (UTC)(no subject)
Date: 2004-07-30 08:08 am (UTC)Tja, was ist denn ansonsten online zu empfehlen? :/
(no subject)
Date: 2004-08-09 11:58 am (UTC)(no subject)
Date: 2004-08-09 12:09 pm (UTC)Mein Wuffelchen ist lj-online :))
I kann's kaum glauben :)
*ABKUESS**